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22.08.2017

Tourismus in Frankfurt am Main stärken

Bürgermeister Uwe Becker, © Foto: Leandra Weber
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Bürgermeister Uwe Becker schlägt zwei Euro Tourismusbeitrag pro Übernachtung vor

(kus) Zum 1. Januar 2018 soll in Frankfurt am Main eine Tourismusabgabe eingeführt werden. Die Anziehungskraft von Frankfurt als Reiseziel ist ungebrochen. 2016 erreichte die Stadt zum siebten Mal in Folge neue Rekordzahlen sowohl bei den Gäste- als auch den Übernachtungszahlen. Insgesamt 8,8 Millionen Übernachtungen verzeichneten die Beherbergungsbetriebe.

„Frankfurt ist als Reiseziel attraktiv. Wir wollen den Standort als Touristenmagnet mit Hilfe des Tourismusbeitrages weiter stärken und unterstützen“, sagt Bürgermeister und Stadtkämmerer Uwe Becker.

Grundlage des Tourismusbeitrages ist die Anerkennung der Stadt als Tourismusort. Hierfür muss zum einen die Zahl der jährlichen Gästeübernachtungen doppelt so hoch sein wie die Einwohnerzahl und zum anderen sind zahlreiche bedeutende kulturelle Einrichtungen, internationale Veranstaltungen sowie sehr gute Angebote im Bereich der Naherholung nötig. Die Stadt Frankfurt am Main bietet ihren Besuchern alles, was ein Tourismusort braucht.

Am 8. Juni 2017 wurde Frankfurt offiziell als Tourismusort vom Land Hessen anerkannt. Somit erfüllt es alle Voraussetzungen, eine Tourismusabgabe zu erheben.

„Mein Vorschlag an den Magistrat ist eine Abgabe in Höhe von zwei Euro pro Person und Übernachtung bei privaten Reisen. Es ist ein fairer Betrag und ich bin von der Tourismusabgabe überzeugt, weil diese zweckgebunden ist und somit der Tourismus auch direkt profitiert“, hebt Becker hervor.

Geplant ist die Einbringung einer Beschlussvorlage in den Magistrat im September und anschließend in die Stadtverordnetenversammlung. Die Einführung der Tourismusabgabe erfolgt dann ab 1. Januar 2018.

„Unter der Prämisse, dass die zusätzlichen Gelder unmittelbar der Tourismus- und Congress GmbH Frankfurt am Main und dementsprechend dem Tourismusmarketing sowie dem Erhalt touristischer Infrastruktur zu Gute kommen, unterstützt die Hotellerie die Einführung des Tourismusbeitrages. Entscheidend ist, dass die Vertreter der Gastgeberbranche ihr Know-how bei der Entscheidung über die Verwendung der Mittel einbringen können. Wachsende Übernachtungszahlen sind für unsere Branche dringend erforderlich, um die Auslastung der immer weiter steigenden Kapazität von Hotelbetten sicherzustellen“, unterstreicht Eduard M. Singer, Vorsitzender des DEHOGA Kreisverbandes Frankfurt.

Zusätzlich soll auch das Stadtmarketing vom Tourismusbeitrag profitieren, um das attraktive Angebot der Stadt Frankfurt mit den hochklassigen Kultureinrichtungen, der vielfältigen Museumslandschaft und den unterschiedlichsten Freizeitangeboten über die Stadtgrenzen hinaus zu bewerben und so neue Besucher nach Frankfurt zu locken.

„Wir freuen uns darüber, dass wir mit der Politik einen so konstruktiven Dialog vor der geplanten Einführung des Tourismusbeitrags führen konnten, der dazu beigetragen hat, dass die Satzung praxisnah gestaltet wurde“, sagt Thomas Reichert, Vizepräsident und Vorsitzender des Ausschusses für Tourismus der IHK Frankfurt am Main. „Die IHK Frankfurt wird sich im Beirat dafür einsetzen, dass die Mittel zielgerichtet der Tourismusbranche zu Gute kommen. Insbesondere das Stadtmarketing sollte damit vorangetrieben werden, um im nationalen und internationalen Wettbewerb mit Städten wie Berlin, Hamburg, München, Zürich und Wien bestehen zu können. Darüber hinaus sollten die Gelder dafür eingesetzt werden, um die Aufenthaltsqualität an touristischen Hotspots zu verbessern.“

Die Stadt Frankfurt arbeitet zusammen mit ihren Partnern ständig daran, die Stadt für Touristen attraktiv zu gestalten. „Das ist eine Investition in die Zukunft unserer Stadt. Mit den Einnahmen aus dem Tourismusbeitrag kann sie weiter in die Schaffung und Erhaltung ihrer zahlreichen attraktiven touristischen Einrichtungen investieren, damit der Tourismus in Frankfurt auch zukünftig eine starke Rolle spielt“, sagt Bürgermeister Becker.